Geografie

Zur besonderen Geografie des Toten Meeres


Der Jordan Fluss mündet am unteren Ende des Jordantals, im Grenzland zwischen Jordanien und Israel, ins Tote Meer. Mit ca. 80 km Länge, 18 km Breite und einer Oberfläche von ca. 1.020 Quadratkilometern ist es eines der größten Binnengewässer der Erde. Inmitten einer Wüste im syrisch-ostafrikanischen Grabenbruch gelegen, wird das Tote Meer im Westen durch das Judäische Wüstengebiet und im Osten von den Moabiter Bergen eingeschlossen.

Das Tote Meer besteht aus zwei Becken: ein größeres im Norden, das über 350 m tief ist und ein kleineres, flaches im Süden, welches nur ein paar Meter tief reicht. Heute ist der Wasserstand hier so niedrig, dass dieser Teil des Toten Meeres wahrscheinlich ausgetrocknet wäre, gäbe es nicht einen Kanal vom nördlichen Becken her, der das südliche Becken speist. Das Klima am Totem Meer

Seine besondere Wüstenlage bestimmt das einmalige Klima am Toten Meer: im Winter erreichen die niedrigsten Temperaturen nur 14-17 Grad, während im Sommer Höchsttemperaturen von 34-51 Grad erzielt werden. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 27% im Sommer recht niedrig und beträgt auch im Winter nur 38%. Milde Winde wehen morgens vom Meer weg in Richtung Negev-Wüste bzw. zu den Judäischen Bergen und kehren abends zum Meer zurück.

Seine tiefe Lage, die die UV-Wirkung der Sonne positiv beeinflusst und die trockene, sauerstoffreich-saubere Luft sind weitere Kriterien, die das Tote Meer, abgesehen von seiner einmalig hohen Konzentration an Mineralien, zu einem weltweit bekannten, natürlichen Gesundbrunnen machen.